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Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Herne Hepatologische Schwerpunktpraxis (bng)
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A K T U E L L
BALLASTSTOFFE UND BEWEGUNG BEUGEN VOR
Gastroenterologe Dr. Dietrich Hüppe: Wirkstoff Mesalazin bietet Schutz vor Divertikulis, dem „Blinddarm 50plus“
Am Anfang ist das Ziehen im Unterbauch nur unangenehm. Die Radtour, der Waldlauf oder das Workout – sie waren wohl doch zu heftig. Der Blinddarm kann es nicht sein, er ist ja schon seit Jahrzehnten weg. Aber das Zwicken bleibt. Wird zum Schmerz, der krampfartig kommt. Jedes Lachen tut weh, jede Bewegung, jede Erschütterung. Fieber stellt sich ein, dann Übelkeit. Beim Arzt ist die Tastuntersuchung des Bauches kaum auszuhalten. Er diagnostiziert Divertikulitis. Eine Entzündung, auch bekannt als „Blinddarm der Generation 50plus“. Therapie: starke Antibiotika, Krampflöser und Entzündungshemmer. Und die Ursache? Unbekannt. Divertikulitis, eine äußerst schmerzhafte Entzündungskrankheit des Darms, wird durch sogenannte Divertikel hervorgerufen. Dabei handelt es sich um Ausstülpungen im Dickdarm, die jeder zweite Bundesbürger jenseits der 50 aufweist. Trotz zahlreicher Studien hat die Wissenschaft noch nicht ermitteln können, was genau die Krankheit so urplötzlich auslöst.
RISIKO STEIGT IM ALTER Ein Divertikel verursacht in der Regel keine Beschwerden, es kann sich aber im bakterienreichen Darm-Milieu entzünden. Man spricht dann von einer Divertikulitis. Sie verursacht starke Schmerzen im Unterbauch – oftmals begleitet von Fieber und Übelkeit. „Bei rund 50 Prozent der Menschen über 50 befinden sich Divertikel im Dickdarm. Eine Divertikulitis tritt in jedem zehnten Fall auf“, erläutert der Herner Gastroenterologe Dr. Dietrich Hüppe, der sich mit seinen Kollegen Dr. Gisela Felten und Prof. Dr. Heinz Hartmann auf die Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen spezialisiert hat. Dr. Hüppe: „Mit dem Alter nehmen auch die Anzahl und Größe der Divertikel zu. Wachsende Bindegewebeschwächen im Alter und Schwachstellen in der Muskulatur der Darmwand begünstigen die Bildung von Divertikeln. Männer und Frauen sind in etwa gleich davon betroffen.“
VIEL BEWEGEN - VIEL TRINKEN ...
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Letzte Aktualisierung: 23.06.2010 |
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